Datenerhebung freilaufender Katzen

Katzenschutz
 
Seit dem 25.07.2015 sind die Gemeindeverwaltungen der verbandsfreien Gemeinden, die
Verbandsgemeindeverwaltungen sowie die Stadtverwaltungen der kreisfreien Städte und Kreisstädte
in Rheinland-Pfalz ermächtigt, auf Grund des § 13b Tierschutzgesetz eine Rechtsverordnung zum
Schutz freilebender Katzen - sogenannte Katzenschutzverordnung - zu erlassen.
 
Die Notwendigkeit zum Erlass einer solchen tierschutzrechtlichen Verordnung ergibt sich aus der
Anzahl von verwilderten, unkastrierten und/oder erkrankten Katzen in einem bestimmten Gebiet.
Die Festlegung solcher Gebiete kann z.B. durch die Erhebung von Daten bzgl. der oben genannten
Katzen erfolgen.
Die Landestierärztekammer Rheinland-Pfalz hat 2014 und 2015 eine solche Datenerhebung
gestartet. Im Rahmen dieser Erhebung wurde alle Gemeindeverwaltungen der verbandsfreien
Gemeinden, die Verbandsgemeindeverwaltungen sowie die Stadtverwaltungen der kreisfreien
Städte und Kreisstädte, alle Kreisverwaltungen, Tierarztpraxen sowie Tierschutz- und speziell
Katzenschutzvereine in Rheinland-Pfalz gebeten, Daten über freilebende, erkrankte, unkastrierte
Katzen an die Landestierärztekammer weiterzuleiten.
 
Diese Datenerhebung zeigt, dass es Gebiete gibt, in denen Maßnahmen nach §13b Satz 3:
Kastration, Kennzeichnung und Registrierung von Katzen die freien Auslauf haben, getroffen
werden könnten.
 
Zur Unterstützung von Tierschutzvereinen und Kommunen, die erwägen eine solche
"Katzenschutzverordnung" zu beantragen bzw. zu erlassen, hat die Landestierärztekammer
Rheinland-Pfalz als sogenanntes "Hessisches Modell" Handreichungen und den Entwurf einer
Verordnung (beides entworfen von der hessischen Landestierschutzbeauftragten Dr. Martin) auf
der Homepage veröffentlicht.
 
Ausschuss Tierschutz der Landestierärztekammer